| Bisher wurden Anträge für Baugenehmigungen im Land Berlin auf Papier beim Amt eingereicht. Transport - und Liegezeiten bei den zahlreichen beteiligten Diensstellen hatten eine lange Bearbeitungsdauer zur Folge. Eine simultane Zugriffsmöglichkeit per Internet zur Bearbeitung von Anträgen soll dieses Problem beheben. Das Projekt reiht sich in die eGovernment-Strategie des Landes Berlin ein und ist Teil einer umfangreichen Verwaltungsmodernisierung.
Ein Anstoß zu diesem Projekt gab unter anderem das neue erleichterte Bauordnungsrecht, das zum 1. Februar in Kraft getreten ist. Die Vorteile der Umsetzung liegen auf der Hand: „Durch eine ständige Erreichbarkeit der Baugenehmigungsbehörden haben die Antragsteller zukünftig die Möglichkeit, rund um die Uhr Bauvorhaben zu beantragen oder sich über den aktuellen Bearbeitungsstand zu informieren. Der Wirtschaftsstandort Berlin wird damit erheblich an Attraktivität gewinnen, denn die elektronischen Bauunterlagen müssen nunmehr ‚laufen’ und nicht mehr der Antragsteller“, berichtet Senatorin Junge-Reyer.
Die im Nachbarland Brandenburg gemachten Erfahrungen sollen in das Berliner Projekt einfließen. Eine Angleichung der Verfahren kann so Hürden für die vielen Antragssteller reduzieren, die in beiden Länderns aktiv sind.
Das Land Berlin führt das Projekt mit Unterstützung ausgewiesener Experten der Verwaltungsmodernisierung und des eGovernement durch, darunter die Potsdamer Knowlogy Solution AG, das Berliner Fraunhofer FOKUS eGovernment-Labor und der Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik der TU München.
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