Tagung Collaborative E-Government und Wirtschaftlichkeit
- neue Ansätze für PPP

22.02.2006

Im Rahmen einer Arbeitstagung am 25.01.2006 in Berlin veranstaltet vom Hochschulkolleg E-Government der Alcatel SEL Stiftung und dem Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik der TU München wurden Anforderungen und Rahmenbedingungen für wirtschaftliches E-Government diskutiert.
Erfolgreiches E-Government wird von Akteuren, nicht von Kongressen und Whitepapers vorangetrieben, daher spielt der konstruktive Trialog von Akteuren aus Verwaltung/Politik, Wirtschaft und IT eine zentrale Rolle.
Um alle Dimensionen von E-Government bearbeiten zu können, setzen sich Arbeitsrunden aus den relevanten Vertretern der verschiedenen Verwaltungsebenen sowie Unternehmen aber auch IT-Spezialisten zusammen. So können Unterstützungsbedarf und Rahmenbedingungen aus der Sicht von Unternehmen und Verwaltung artikuliert, Potenziale abgeschätzt und organisatorische, rechtliche und technische Fragen der Machbarkeit geklärt werden.

Ausgangspunkt der Diskussion bildeten empirische Befunde zur Verankerung von Behördenkontakten in Wertschöpfungsprozessen auf Unternehmensseite und der Typisiserung von ‚Unternehmenslagen’ (Krcmar, TU München) sowie Ansätze zur IT-Unterstützung solcher durchgängiger, kollaborativer Prozesse (Zimmermann, SAP) und Ansätze zur systematischen E-Government-Potenzialanalyse im Unternehmen (Kondmann, T-Systems).
Die Positionierung von Kommunen in E-Government-Wertschöpfungsnetzen über föderale Grenzen hinweg (Habbel, Deutscher Städte- und Gemeindebund), die Rolle der Bundesländer als koordinierende Instanzen (Mayer, Staatskanzlei, Bayern) sowie die Bedeutung von Intermediären bei der Abwicklung von Behördenkontakten (Both, Senatsverwaltung Berlin) wurden aus Verwaltungssicht beleuchtet.

In drei Arbeitsrunden zum Thema Umwelt, Personalverwaltung und Gewerbeaufsicht wurden im Anschluss Anforderungen, erhoffte Nutzenpotenziale, Bedenken und konkrete Hemmnisse gesammelt und zu Themenclustern verdichtet. Ansatzpunkte zur Gestaltung dieser Unternehmenslagen im Sinne wirtschaftlichker E-Governmentlösungen wurden entworfen und erste Projektvorhaben vereinbart.

Die Ergebnisse der Arbeitsrunden werden im Rahmen einer Tagungsdokumentation veröffentlicht.

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